Moin liebe Eddelaker,
ich hoffe, ihr genießt den Sommer. Zumindest, wenn er grad da ist. Er scheint wie halb Eddelak ständig unterwegs zu sein. Mal hier ein Fest, dort ein Treffen oder einfach ein netter Abend irgendwo im Dorf. Genau dafür ist diese Jahreszeit doch wie gemacht.
Und bevor wir loslegen, möchte ich erst einmal alle begrüßen, die sich in den letzten Monaten neu zu unseren Eddelaker Dörps-Nachrichten angemeldet haben. Schön, dass ihr dabei seid!
Offenbar werden wir langsam immer mehr. Das freut mich riesig. Vielleicht kennt ihr den Newsletter ja noch gar nicht. Dann hier ein Kurzüberblick: Hier gibt’s ca. alle 2 Monate alles, was wir nicht verpassen sollten; nicht nur Termine, sondern auch hin und wieder mal einen Blick hinter die Kulissen unseres Dorflebens.
Denn genau da wollen wir heute einmal anfangen. Rückt die Brille nochmal zurecht oder schaltet das Smartphone heller. Es geht los:
Heute schauen wir mal ein bisschen genauer auf unsere Gemeindevertretung?
Hand hoch … wer von Euch hat sich schon mal gefragt, was eine Gemeindevertretung eigentlich macht?
Aha, dachte mir schon. Na, wenn alles läuft, fällt sie ja auch kaum auf.
Die Feste finden statt. Eine neue Kita wird gebaut. Der Dorfplatz ist plötzlich da. Und viele neue Ideen entstehen. Es wird geplant, beantragt, organisiert und entschieden.
Irgendwie scheint das alles selbstverständlich zu sein. Ist es ja aber gar nicht. Denn hinter vielen Dingen, die unser Dorf lebenswert machen, stehen Menschen, die sich in ihrer Freizeit für Eddelak engagieren. Ich weiß, ich wiederhole mich: Aber nur, weil ich es wiederholenswert finde.
Sie überlegen, welche Projekte unser Dorf voranbringen, diskutieren Ideen, beantragen Fördergelder, behalten den Haushalt (also die finanziellen Mittel Eddelaks) im Blick und treffen Entscheidungen für die Zukunft unseres Dorfes.
Und das ist schon der erste Grund, warum ich mich hierzu gern wiederhole. Denn denkt mal an eure Kinder und Enkel. Wollen sie nicht auch ein Eddelak, in dem sie gern leben? Eben!
Manches davon sieht man sofort. Anderes passiert eher im Hintergrund, wie z.B. der Wechsel bei den Straßenlaternen, die nun mit energiesparenden LED-Leuchten ausgerüstet wurden. Das passiert, weil sich jemand aus der Gemeindevertretung darum gekümmert hat.
Passiert das alles ganz still im geheimen Kämmerlein?
Nein, denn jeder kann dabei sein. Die Gemeindevertreter-Sitzungen sind öffentlich und im Veranstaltungskalender zu finden, sobald sie feststehen. Es kann also niemand behaupten, er könne sich nicht einbringen.
Auf jeden Fall würde vieles ohne dieses Engagement wahrscheinlich gar nicht erst entstehen. Und das wäre doch schade, oder? Mein “Ich-wiederhole-mich“ Grund Nr.2.
Gleichzeitig gibt es natürlich auch Grenzen.
Nicht alles, was im Dorf passiert, liegt überhaupt in der Hand der Gemeinde. Wusstest du das? Für manche Themen ist der Kreis zuständig, für andere das Land oder der Bund. Manchmal sind gesetzliche Vorgaben einzuhalten, manchmal entscheidet schlicht das vorhandene Budget darüber, was möglich ist.
Genau deshalb besteht die Arbeit einer Gemeindevertretung oft auch darin, den besten Weg innerhalb dieser Möglichkeiten zu finden. Und trotzdem müssen sie schlucken, wenn wir Bürger mal wieder was zu meckern haben. Auch deshalb denke ich, sollten wir über diese Themen mal reden. Wer nicht weiß, wie’s läuft, hat vielleicht Erwartungen, die nicht erfüllt werden können.
Vielleicht habt ihr schon einmal gehört, dass Gemeinden zusammengelegt oder sogar fremdverwaltet werden. Ich hab mir da früher nie Gedanken drüber gemacht. Bis ich es erlebt habe. Warum das so ist? Weil sich nicht mehr genügend Menschen finden, die Verantwortung übernehmen oder sich engagieren möchten. Dann übernimmt der Kreis. Und auf welcher Priorität man dann landet, können wir uns wohl alle ausmalen. Auch so ein Grund für meine Wiederholungen.
Dass Eddelak seine Entscheidungen weiterhin selbst treffen kann, ist deshalb alles andere als selbstverständlich. Es lebt davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zeit für unser Dorf einzusetzen. Und es ist großartig, dass es diese Menschen noch gibt:
Lass uns an dieser Stelle Danke sagen, an: Hauke Oeser, Urte Schoof, Hans-Walter Schoof, Bernd Ladwig, Jörg Seehaber, Armin Rutsche, Daniela Claussen, Maik Görke, Henning Schatt und Heiko Harms.
Wer sich ein bisschen auskennt, wird jetzt zurecht fragen: Aber Moment mal, fehlen da nicht noch ein paar. Ganz genau: Unseren Bürgerlichen Mitgliedern natürlich auch vielen Dank: Hauke Hanssen, Thorsten Mundt, Kathleen Schulze, Christian Schoof und Heiko Kölling.
Aber was sind nun wieder Bürgerliche Mitglieder?
Der Name klingt erstmal ziemlich offiziell, dabei steckt etwas ganz Einfaches dahinter: Das sind engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in den Ausschüssen einbringen, ohne selbst in die Gemeindevertretung gewählt worden zu sein. Sie bringen beratend oder unterstützend ihre Erfahrungen, Ideen und ihr Fachwissen ein, diskutieren mit und helfen dabei, Entscheidungen vorzubereiten. Gerade dadurch entstehen zusätzliche Blickwinkel. Denn gute Ideen entstehen bekanntlich dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen.
Apropos mitmachen.
Vor einiger Zeit haben wir euch erzählt, dass wir unseren Ehrenamtlichen einmal eine Bühne geben möchten.
Gesagt. Getan. Am 30.05. hat die Interview-Runde stattgefunden und der Podcast wurde aufgezeichnet und bei YouTube veröffentlicht.
Mit dabei waren Hauke Oeser, Dennis Schneider, Axel Theißen, Saskia Stritzke und Jürgen Siercks. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt und so offen von eurem Ehrenamt erzählt habt.
Ganz ohne kleine Pannen ging es allerdings nicht. Die Live-Übertragung wollte technisch nicht ganz so wie wir. Schade für die Zuschauer zuhause, die live dabei sein wollten.
Aber wisst ihr was? Das gehört manchmal eben auch dazu, wenn man Neues ausprobiert. Denn sowas hatten wir ja noch nie gemacht.
Jetzt kann das Interview aber in Ruhe auf Youtube nachgeschaut werden. Und genau dazu möchten wir euch herzlich einladen. Wenn ihr Wissen möchtet, was unsere Ehrenamtlichen antreibt, wie viel Arbeit hinter den Kulissen steckt und warum sie sich immer wieder engagieren, dann schaut unbedingt einmal rein und hinterlasst einen Daumen hoch. Da der Organisator Maik Görke genau an dem Tag krankheitsbedingt ausfiel, bin ich kurzer Hand als Moderator eingesprungen.
Ein Sommer voller Begegnungen
In den vergangenen Wochen war im Dorf wieder einiges los.
Der Mühlentag hat viele Besucher angezogen, beim Public Viewing im Suhr’s wurde gemeinsam mitgefiebert und einmal mehr hat sich gezeigt, wie schön es ist, wenn Menschen einfach zusammenkommen. Schade nur, dass die deutsche Mannschaft so früh ausschied. Ein großes Dankeschön an Pia und Dirk, die sich wieder etwas Neues einfallen lassen haben. Jetzt ist zwar erst einmal Sommerpause im Suhr‘s, aber wir sind gespannt, was danach wieder auf uns wartet.
Auch das Sommerfest am Pastorat hatte es in sich. Gefühlt hatte die Sonne beschlossen, wirklich alles zu geben. Da kam die spontane Erfrischungsdusche der Feuerwehr gerade zur richtigen Zeit. Die Rutschpartie sorgte für jede Menge lachende Gesichter und natürlich durfte auch die Hüpfburg der EWG nicht fehlen.
Und kurz darauf ging es schon mit der Familien-Fahrradtour weiter. Es ist immer wieder großartig zu sehen, wie viele Menschen sich gemeinsam auf den Weg machen.
Man merkt einfach: Der Sommer gehört in Eddelak vor allem dem Miteinander.
Und wie geht’s weiter?
Natürlich auch Miteinander. Am 12. August lädt die EWG bereits zur zweiten Sommersause ein. Wer im vergangenen Jahr dabei war, weiß vermutlich noch, wie gemütlich der Abend war. Genau deshalb sind wir schon jetzt gespannt, was sich das Orga-Team diesmal wieder einfallen lässt.
Also merkt euch den Termin schon einmal vor.
So, ich glaube, das war’s für heute. Wer bis hier durchgehalten hat, danke fürs Lesen.
Falls ihr Ideen habt, worüber wir in den nächsten News einmal berichten sollen, schreibt mir gern. Ein Gruß an die Vereine, auch eure Neuigkeiten können hier gern erwähnt werden.
Und wenn euch der Blick hinter die Kulissen gefällt, dann bleib dran und erzähl es weiter. Beim nächsten Mal schauen wir uns nämlich genauer an, welche Aufgaben die verschiedenen Ausschüsse unserer Gemeinde eigentlich übernehmen.
Bis dahin genießt den Sommer, passt auf euch auf und vielleicht sehen wir uns ja bei der Sommersause.
Eure rasende Reporterin
Katja